Erfolgreiche Ruderregatten 2019

Am 15.07., 25.08. und 08.09.2019 fanden in Erlangen, Celle und Heidelberg ActiveOncoKids Rennen im Rahmen der dortigen Rudern gegen Krebs Regatten (http://www.rudern-gegen-krebs.de/index.htm) statt. Einen Pressebericht findet ihr u.a. hier https://celler-presse.de/2018/07/01/rudern-gegen-krebs-onkokids-im-ersten-training/ und hier https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-rudern-gegen-krebs-heidelberg-fuer-die-gute-sache-steigen-viele-in-die-boote-_arid,384090.html. Ein großes Dank an alle Organisatoren und natürlich die Teilnehmer!

ActiveOncoKids auf dem Survivor Day

Am 29. September 2018 fand der Survivor Day der Deutschen Kinderkrebsstiftung in Köln statt (https://www.kinderkrebsstiftung.de/nachsorge/survivor-day.html). Dort haben wir unser Netzwerk und das Thema „Bewegung und Sport bei Krebs“ zunächst in einem kurzen Vortrag präsentiert. Anschließend hatten die Teilnehmer (ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche ab 18 Jahren) die Möglichkeit sich am Informationsstand, der von Joachim Boos und Miriam Götte betreut wurde, beraten zu lassen, Anregungen zu geben, Wünsche zu äußern und von Problemen zu berichten. Wir haben uns über das großes Interesse sehr gefreut aber auch erneut festgestellt, dass es bei jungen Erwachsenen ebenfalls einen großen Unterstützungsbedarf gibt. Wenn Ihr an eurem Standort spezielle Bewegungsangebote für junge Erwachse habt, würden wir uns über eine kurze Rückmeldung freuen, da es sehr viele Fragen nach konkreten Angeboten für diese Zielgruppe gab! Wer bietet Bewegungs- und Sportangebote für junge Erwachsene einer kindlichen Krebserkrankung an?

Sommer-Sportangebote des ActiveOncoKids Zentrum Ruhr 2018

Das ActiveOncoKids Zentrum Ruhr bietet im Sommer 2018 ein breites Sportangebot für an Krebs erkrankte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an verschiedenen Orten im Ruhrgebiet an. Unter der Leitung von Miriam Götte (Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin, Universitätsklinikum Essen) und Arno Krombholz (Fakultät für Sportwissenschaft, Ruhr-Universität Bochum) können verschiedenste Sportarten ausprobiert werden. Neben Windsurfen, Rudern, Kanu fahren und Stand-Up-Paddeling stehen auch Tauchen, Segeln und Klettern auf dem Programm. Informationen zu den Angeboten und zur Anmeldung hier.

Bewegungs- und Gesundheitstag: Onco Kids in Action – Spiele ohne Grenzen

Im Rahmen eines Seminars des Studiengangs Gesundheitswissenschaften wurde von Studierenden des 5. Semesters ein Aktionstag für Patienten in der Nachsorge und deren Familien auf dem Gelände der zentralen Hochschulsportanlage der Technischen Universität München im Olympiapark geplant und durchgeführt. Koordiniert und betreut wurden die Studierenden von Dominik Gaser (Sportwissenschaftler am Lehrstuhl für Präventive Pädiatrie, Projekt „Bewegungs- und Sportförderung in der Kinderonkologie München Schwabing“). Nach einer Begrüßungsrunde mit Kennenlernspielen ging es bei Sport, Spiel und Spaß in der Turnhalle rund.

Bei einer Olympiade mit verschiedenen Stationen konnten alle Teilnehmer ihr Bewegungstalent und ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Darüber hinaus konnten die Kinder ihr Wissen über gesunde Ernährung testen und beim Bemalen eines Banners kreativ werden. Nach einer gemeinsamen Mittagspause mit leckeren Salaten, frischem Obst und weiteren gesunden Leckereien wurden alle in der Halle wieder aktiv. Insgesamt war der Tag ein voller Erfolg: die Kinder, deren Geschwister und Eltern waren begeistert, die Studierenden waren glücklich so eine tolle Aktion auf die Beine stellen zu können und alle Beteiligten erlebten einen gelungenen sportlichen Samstag im Olympiapark. Der Aktionstag war der Startschuss für weitere studentische Projekte am Standort München. Am 20. Januar 2018 findet die zweite Ausgabe statt, die in Zukunft halbjährlich im Rahmen des Studierendenseminars angeboten wird.
(Bericht von Sabine Kesting, Dominik Gaser und Christiane Peters)

Themenworkshop – „Strukturen in der pädiatrisch-onkologischen Sporttherapie“ am 20. Oktober 2017 in Mainz

Am 20. Oktober 2017 hat die Pädiatrische Hämatologie/Onkologie/Hämostaseologie des Zentrum für Kinder und Jugendmedizin der Universitätsmedizin Mainz zu einem Themenworkshop zu „Strukturen in der pädiatrisch-onkologischen Sporttherapie“ eingeladen. Mit 22 Teilnehmern konnten sich Sportwissenschaftler, Ärzte, Sportlehrer, Physiotherapeuten und Mitarbeiter aus der Pflege interdisziplinär beim Workshop austauschen. Dabei durften wir die Zentren aus Münster, Köln, Heidelberg, München, Leipzig, Frankfurt sowie die Rehakliniken Bad Oexen und Katharinenhöhe begrüßen.

Gestartet hat der Workshop mit einem Update zum ActiveOncoKids Netzwerk, sowie der ActiveOncoKids Research Group von Joachim Boos und Sabine Kesting. Im zweiten Programmpunkt durften sich alle Netzwerkteilnehmer intensiv mit einem der Schwerpunktthemen beschäftigen. Zum einen wurden hierbei Grenzwerte und Kontraindikationen in der pädiatrisch-onkologischen Sporttherapie besprochen, sowie eine erste Skizzierung eines Leitfadens zur Einarbeitung von neuen Mitarbeitern in der Sporttherapie erarbeitet. Nach einem erfrischenden Fruchtcocktail des Fruchtalarms der Station wurde die aktuelle Version eines angepassten Aktivitätsfragebogens für die Pädiatrische Onkologie von Julia Däggelmann, sowie ein Sitzfragebogen von Katharina Eckert vorgestellt. Maria Dittmer berichtete als stellvertretende Stationsleitung der Kinderonkologie Mainz von „Sport aus Sicht der Pflege“ und einem  Geschwisterkinderprojekt.

Das Mainzer Team bedankt sich für die zentrumsübergreifenden Beiträge und den wertvollen Erfahrungsaustausch und damit die Förderung von einem weiteren Strukturausbau von bewegungsbezogenen Angeboten in Deutschland. Das nächste ActiveOncoKids-Treffen ist für 2018 in Heidelberg geplant.
(Bericht von Silvia Wenzel und Sandra Stössel)

ActiveOncoKids-Rennen bei der Rudern gegen Krebs-Regatta in Offenbach

An einem spätsommerlichen Tag in Offenbach am Main (24.09.2017) trafen sich zum 3. Mal ehemals an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche für die Rudern gegen Krebs-Regatta mit dem ActiveOncoKids-Rennen. Die Teams aus Erlangen, Leipzig, Frankfurt und Mainz haben in Ihrem Heimatgewässer erlernt im Takt zu rudern und freuten sich an diesem besonderen Tag andere Ruderneulinge und Erfahrene kennenzulernen.

So durften in den sieben Booten die Kinder und Jugendliche nicht nur mit ihren bisherigen Trainingspartnern rudern sondern es wurde auch standortunabhängig gemischt. Wir freuen uns über einen gelungenen Tag für die Ruderer und Unterstützer auf dem Wasser und Land.

Bedanken möchten wir uns für das fleißige Training und die tatkräftige Unterstützung der Rudervereine an allen Standorten.
(Bericht von Silvia Wenzel)

Sportprojekt der Kinderonkologie Leipzig mit Gesundheitspreis ausgezeichnet

Sport und Bewegung gehören mittlerweile seit über 15 Jahren zum festen Angebot für stationäre, ambulante und ehemalige Patienten der Kinderonkologie des Universitätsklinikums Leipzig. Das Projekt ist über viele Jahre gewachsen und ausgebaut worden und konnte im Rahmen diverser Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktorarbeiten wissenschaftlich evaluiert und konzeptuell weiterentwickelt werden. Die gesammelten Erfahrungen wurden in einem wissenschaftlich fundierten Bewegungskonzept für Kinder und Jugendliche mit Krebserkrankungen verstetigt. Dieses Konzept wurde im September in Haar bei München auf dem Forum GesundheitsPARTNER mit dem 2. Preis des MSD Gesundheitspreises ausgezeichnet. Die hochrangig besetzte, unabhängige Jury hat das Versorgungsprojekt „Sport und Bewegung in der Pädiatrischen Onkologie“ als „herausragendes und wegweisendes Projekt“ unter über 40 Bewerbungen aus ganz Deutschland ausgewählt und würdigt mit dem mit 20.000€ dotierten Preis die „außerordentliche Leistung“ der Pädiatrischen Onkologie des Universitätsklinikums Leipzig und der Elternhilfe für krebskranke Kinder Leipzig e.V. „bei der Integration von altersgerechter Bewegung und Sport in die Behandlung und den Alltag der Patienten“. Dies ist eine wichtige Anerkennung der Sporttherapie für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche und unterstreicht den Stellenwert von Sport und Bewegung in der Behandlung und Nachsorge pädiatrisch-onkologischer Erkrankungen. Das Bewegungskonzept wird mittlerweile durch mehrere Krankenkassen gefördert und so teilweise refinanziert, darunter die TK Sachsen, DAK Gesundheit, IKK classic und die Barmer GEK.

Gerne beraten und unterstützen wir Standorte, die ein ähnliches Angebot zur Bewegungsförderung für an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche aufbauen oder ihr bestehendes Angebot ausbauen möchten. Darüber hinaus stehen wir auch bei der Kontaktaufnahme und Verhandlung mit Krankenkassen beratend zur Seite. Es besteht aus unserer Sicht die Möglichkeit, das auf Krankenkassenebene begutachtete und geförderte Bewegungskonzept für andere Standorte zu adaptieren und eine vertraglich geregelte Refinanzierung durch die Kostenträger auch an anderen Standorten in Deutschland nach dem Leipziger Modell umzusetzen.

Regine Söntgerath & Markus Wulftange
Pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Hämostaseologie
Universitätsklinikum Leipzig
Tel. 0341/97-26328

Sportuniversität Hildesheim veranstaltet Sommercamp für krebskranke Kinder mit der Medizinischen Hochschule Hannover

Sommercamp in Plön 2017. Das Institut für Sportwissenschaft der Universität Hildesheim hat erstmals gemeinsam mit der Kinderkrebsstation der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ein Sommercamp an der schönen Plöner Seenplatte veranstaltet. Insgesamt fuhren 27 Personen für fünf Tage zum niedersächsischen Ferienbeginn auf einen 5-Sterne- Campingplatz und versuchten sich unter fachkundiger Anleitung beim Paddeln im Kanadier, im Kajak und auf dem Stand-Up-Paddle-Board (SUP).

Jährlich findet ein Wintercamp statt, bei dem es u.a. darum geht, den Patienten und ihren Familien durch Bewegung und Spaß in der Natur eine gute Zeit zu bescheren und sie merken zu lassen, dass sie meist deutlich belastungsfähiger sind als sie selbst denken. Nach großen Erfolgen und immer wieder langen Wartezeiten bis zum nächsten Winter wurde endlich auch ein Sommercamp errichtet. Hildesheimer Sportstudenten betreuen Hannoveraner Patientenkinder, ihre Geschwister und Eltern beim Wassersport. Nach anfänglichen Gewöhnungsübungen und zunehmender Sicherheit wurde jeden Vormittag eine gemeinsame Wanderfahrt im Kanadier unternommen, z.B. zu einem kleinen Bummel in die Stadt Plön, zu einer Erkundungstour zum niedersächsischen Bauernhaus auf der Prinzeninsel oder auch in Form einer ‚Wasser-Schnitzeljagd‘. Nachmittags stand dann Kajakfahren, das Erlernen der Kenterrolle oder „SUPpen“ in Campingplatznähe zur Auswahl.

Einigen Teilnehmern wurde die eine oder andere der drei Sportarten so nähergebracht, dass das Interesse an einer Vereinsmitgliedschaft, der Wunsch nach wiederholter Teilnahme geäußert und später sogar ein eigenes SUP-Board angeschafft wurde. Zwei der TeilnehmerInnen haben es am Ende sogar geschafft, die anspruchsvolle Kenterrolle mit dem Kajak ohne Hilfe auszuführen. Auf dem sehr gut ausgestatteten Campingplatz gab es zwischen und nach den ‚Wassereinheiten‘ die Möglichkeit in einen Pool zu hüpfen, zu klettern, sich auf einer Hüpfburg auszutoben, Beachvolleyball oder Fußball zu spielen oder sich einfach mal die wohltuende norddeutsche Luft um die Nase wehen zu lassen. Abends wurde gemeinsam gekocht, verschiedene Spiele unter freiem Himmel gespielt und zu späterer Stunde am eigenen Lagerfeuerplatz über gemeinsam Erlebtes nachgedacht, Erfahrungen und Sorgen bezüglich der Krankheiten ausgetauscht oder auch einfach nur mal genossen, dass es einem gerade gut geht und man sich mit Freunden in der freien Natur aufhält und Spaß hat. Nachdem schon im Wintercamp einige ihre Leistungsfähigkeit (wieder-)entdeckt und durch sportliche Erfolge an Selbstbewusstsein gewonnen haben, gab es auch hier wieder Erfolgserlebnisse sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Freundschaften wurden gepflegt oder neu geknüpft, in der kleinen Gemeinschaft kümmerte sich wirklich jeder um jeden und alle hatten eine kleine Aufgabe zu erfüllen (z.B. Kochdienst, Spüldienst, Bootsdienst, Feuerdienst etc.).

Die studentischen Betreuer werden in einem Begleitseminar wie auch für das Wintercamp auf die Krankheit Krebs in ihren verschiedenen Ausprägungen, die Therapiemöglichkeiten mit ihren Nebenwirkungen und psychosoziale Folgeprobleme vorbereitet. Nicht zuletzt stehen Sport und Bewegung im Rahmen der Therapie im Vordergrund, und die Sportarten und die Anleitungen dazu (im Winter Skilaufen, im Sommer Paddeln) werden über zusätzliche Seminare vorbereitet und geschult.

Auch im Sommer 2018 wird wieder zum Sommerferienbeginn ein Sommercamp in Plön stattfinden (27.6.-1.7.2018). Als Ansprechpartner für Informationen oder Fragen steht Prof. Dr. Nico Kurpiers (Bewegungswissenschaften und Gesundheitssport, Uni Hildesheim) gerne zur Verfügung.

Netzwerk ActiveOncoKids zu Besuch bei den Waldpiraten in Heidelberg

Der alle zwei Jahre stattfindende Netzwerk-Workshop von ActiveOncoKids fand dieses Mal im Waldpiraten-Camp der Deutschen Kinderkrebsstiftung statt. Vom 8.-10. September 2016 kamen 27 Teilnehmer von insgesamt 15 Standorten in Deutschland (u.a. Akutkliniken, Rehabilitationseinrichtungen, Sportinstitute) nach Heidelberg und sogar aus der Schweiz reiste eine Teilnehmerin an. Das Teilnehmerfeld bestand hauptsächlich aus Sportwissenschaftlern und vereinzelt aus anderen Berufsgruppen (u.a. Arzt, Motopädagoge, Physiotherapeut, Psychologe).

Inhaltlich gliederte sich das Programm des Workshops in vier Bereiche. Zum Thema „Neues aus der Versorgung“ wurden in der ersten Session aktuelle Sportaktivitäten für Kinder und Jugendliche in der Akuttherapie und Nachsorge vorgestellt (Wassersport: Rudern/Surfen/Stand Up Paddeling, Skifreizeit, Vibrationstraining, Heidelberger Ballschule). Aktuelle Ergebnisse der begleitenden Forschung der Sportprogramme aus den Netzwerk-Kliniken bestimmten den Schwerpunkt der zweiten Session. Dritter Punkt war in einer weiteren Session die Perspektive des Netzwerks, in der zunächst der aktuelle Stand und die derzeitige Organisation dargestellt und darauf basierend die Zukunftsplanung diskutiert wurde. Einen stark praxisorientierten Aspekt behandelte die vierte Session. Diese befasste sich mit Strukturen im Sinne von u.a. Qualitätsmerkmalen der Sporttherapie, Finanzierungsmodellen und Mindeststandards für Ausstattungen und Personalqualifikation.

Zum ersten Mal wurde in das Programm des Netzwerkworkshops ein Journal Club integriert. In der 60-minütigen Einheit am Donnerstag und Freitag stellten die Teilnehmer aktuelle internationale Studien vor. Diese wurden anschließend im Plenum hinsichtlich methodischer und inhaltlicher Gesichtspunkte kritisch diskutiert.

Ergänzt wurde das Programm durch zwei Praxisworkshops. Es gab eine Führung durch das Waldpiraten-Camp mit Hintergrundinformationen zum Konzept und  die Vorstellung eines speziellen Heidelberger Kompetenztrainings für Kinder und Jugendliche.

Neben angeregten Diskussionen und dem wissenschaftlichen sowie versorgungsbezogenen Austausch spielten, wie auch bei den letzten Workshops, sportliche Aktivitäten ebenso eine Rolle. Das Waldpiraten-Camp bietet für Outdoor-Aktivitäten ideale Voraussetzungen und so wurden frühsportliche Mountainbike- und Jogging-Touren und eine Großgruppen-Sportaktivität angeboten. Auch „Probesitzen“ in einem Sitzskigerät und „Probefahrten“ in der Joëlette (eine Art Geländerollstuhl) konnten bei Interesse ermöglicht werden.

Die Abende klangen mit oder ohne vorherigen Zirkusbesuch oder Nachtwächterführungen am gemütlichen Lagerfeuer aus, in dessen Atmosphäre sich interessante Gespräche und musikalische Einlagen ergaben.

Von einer umfangreicheren Interdisziplinarität würde das Netzwerk vermutlich profitieren und wir möchten an dieser Stelle besonders die Kinderärzte, aber auch Physiotherapeuten, Psychologen und andere Berufsgruppen ermutigen am nächsten Workshop teilzunehmen, mitzudiskutieren und gemeinsam auf das Hauptziel des Netzwerks hinzuarbeiten: die Optimierung der Versorgungssituation von Bewegungsförderung in der Kinderonkologie. Jedem Kind und jedem Jugendlichen, sollte während und nach der Therapie der Zugang zu Bewegung und Sport unabhängig von Alter, Wohnort und möglichem Handicap ermöglicht werden.

Wir danken dem Waldpiraten-Camp Heidelberg, dass wir unseren Workshop in solch schöner Umgebung abhalten durften und den lokalen Organisatoren vom NCT Heidelberg (Simon Feißt und Dr. Joachim Wiskemann) für die Vorbereitungen und die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Der nächste Workshop des Netzwerks ActiveOncoKids wird voraussichtlich im Herbst 2018 von Münster aus organisiert werden und möglicherweise wieder im Waldpiraten-Camp Heidelberg stattfinden. Informationen hierzu werden rechtzeitig über den Newsletter verteilt.

Dr. Miriam Götte & Dr. Sabine Kesting
Netzwerksprecherinnen

ActiveOncoKids: Junge Patienten rudern gegen Krebs

Auch dieses Jahr hat sich das ActiveOncoKids-Netzwerk im wahrsten Sinne des Wortes wieder in die Riemen gelegt, um „gegen Krebs zu rudern“.

Was vor fünf Jahren mit einem Kinderpatientenrennen auf dem Mainzer Rhein begann, hat sich mittlerweile als ActiveOncoKids-Rudern in Deutschland weiterverbreitet und stößt auch bei anderen Kinderkliniken auf positive Resonanz. Im Juni 2015 haben erstmals ehemalige Patienten von drei kinderonkologischen Zentren aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gemeinsam an der Benefizregatta Rudern-gegen-Krebs im ersten ActiveOncoKids-Rennen in Mainz mitgerudert. Im Juni 2016 hat die zweite Auflage des ActiveOncoKids-Rennens, eingebettet in die 3. Rudern-gegen-Krebs-Regatta in Ulm, stattgefunden. Neben den über 500 erwachsenen Teilnehmern, haben sich auch ehemalige jugendliche Patienten aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz in sechs Vierer-Booten in die Ruder gelegt.

 

Die jungen Patienten haben sich in ihren jeweiligen Heimatorten auf die Regatta vorbereitet, um dort bei mehrwöchigem Training das Rudern zu lernen. Am besten hat den Kids beim Training und der Regatta gefallen, dass sie gemeinsam mit ihren Freunden, Geschwistern und ihrer Familie rudern durften.

Sogar neue Freundschaften mit jugendlichen Vereinsruderern, die den Kids das Rudern beigebracht haben, sind entstanden. So stärkt das Rudertraining nach der strapazierenden, onkologischen Therapie nicht nur die Gesundheit durch Sport, sondern zugleich wird gemeinsame Zeit mit Freunden und der Familie nachgeholt, die während der langwierigen Therapie versäumt wurde. Neben der sportlichen Betätigung beim ActiveOncoKids-Rudern trägt das „ActiveOncoKids“-Netzwerk so dazu bei, dass sich junge Patienten aus verschiedenen Regionen kennenlernen, interaktiv Erfahrungen austauschen und – in Verbundenheit mit der Krankheit und dem Rudersport – Freundschaften knüpfen.

Die Motivation und Vorfreude für eine nächste Auflage des ActiveOncoKids-Rennens in 2017 ist sehr groß. Alle kinderonkologischen Zentren in Deutschland, die gerne mitmachen möchten, sind herzlich eingeladen und werden von uns gerne bei der Organisation unterstützt.